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26.10.2015
Ein blutleerer AuftrittHerren 1: TSV Speyer schlägt sich in Feldkirchen mit Abwehrschwäche selbst Im Gegensatz zu den vorangegangenen beiden 2:3-Niederlagen, aus denen Speyer zumindest einen Punkt hatte mitnehmen können, blieben sie beim Außenseiter Feldkirchen ohne einen Zähler. Entsprechend enttäuscht war TSV-Betreuer Hans-Joachim Scherbarth nach der Begegnung: „Das ging grundlegend in die Hose.“Er sah nämlich einen blutleeren Auftritt der eigenen Auswahl. Mit dem grippegeschwächten Arvid Schiller im Zuspiel und einem angeschlagenen Markus Herrmann fehlte es den Gästen vor allem an der konsequenten Abwehrarbeit. Denn Feldkirchen war an diesem Sonntagnachmittag keineswegs eine Übermannschaft, die Gastgeber agierten einfach entsprechend ihrer Möglichkeiten. Und machten unter dem Strich einfach weniger Fehler als die Gäste aus der Pfalz. „Wir hatten immer wieder unsere guten Phasen. Da haben wir vier, fünf Punkte in Folge erzielt. Leider folgten unmittelbar darauf wieder entsprechende Schwächephasen, in denen wir dem Gegner fünf, sechs Punkte in Serie gestatteten. Das geht dann natürlich nicht gut“, beschrieb Scherbarth das Auf und Ab seines Teams. Vor allem in der Abwehr präsentierte sich Speyer instabil. Zu viele Angriffsbälle der Feldkirchener Außenangreifer passierten den Speyerer Block oder flogen nach einer Berührung ins Aus. „Uns fehlte einfach die richtige Abstimmung. Aber wir haben auch viel zu viele Angaben leichtfertig verschlagen. Da war im ganzen Spiel einfach der Wurm drin“, resümierte Speyers Co-Trainer. Da auch auf den Rängen der dunklen Sporthalle in Feldkirchen die Stimmung gefehlt habe, sei es für seine Spieler schwierig gewesen, sich zu motivieren. Die lange Anfahrt in die Nähe von Koblenz ließ er dagegen nicht gelten: „Wir waren frühzeitig da und haben uns die Fahrt aus den Beinen gelaufen. Daran lag es nicht.“ Lediglich im zweiten Satz setzte sich der TSV Speyer letztlich durch. Spätestens nach der knappen Niederlage im dritten Abschnitt war jedoch die Luft endgültig raus. „Es war dann auch eine Frage der Körpersprache. Da ging der Kopf nach unten und auch die Schultern hingen tiefer“, beschrieb Scherbarth die Situation. Die Spieler seien sich ihres Auftritts durchaus bewusst gewesen. „Das war dann reine Kopfsache. Jeder war mit sich selbst beschäftigt, der vierte Satz war danach nur noch Formsache für Feldkirchen.“ |
