Towers – immer für eine Überraschung gut

Wie in der WNBL-Vorschau der Gruppe 4 Süd zu erfahren war, ist der USC Freiburg im Hinspiel eindeutig überlegen (89:57) gewesen. Das die Towers mehr als nur durchaus zu beachten sind, haben die Towers heute eindrucksvoll bewiesen. Der Tabellenzweite war zu Gast bei den den Pfalz Towers in Schifferstadt und die Freiburgerinnen mussten mit gesenkten Köpfen nach Hause fahren.

Die Towers spielten frech verhalten auf, gingen mit vier Punkten in Führung. Annika Holzschuh und Bianca Helmig brachten verdammt viel Energie aufs Feld und es entstand der Eindruck, das die Beiden das Spiel alleine gewinnen wollten. Aber schnell egalisierten die Gäste den Vorsprung und hätte Holzschuh nicht kurz vor Ende mit einem Dreier abgeschlossen, wäre das erst Viertel eindeutig an die Freiburgerinnen gegangen. So brachten sie das Viertel knapp mit 16:14 für sich über die Runden.

Das zweite Viertel war nicht minder eine Augenweide. Der USC hatte immer die Nase vorne, die Towers mussten den Vorsprung immer hinterher rennen. Bis sich das Blatt nach 4 Minuten Spielzeit mit dem Ausgleich 20:20 änderte und eine leichte Überlegenheit zeichnete sich im weiteren Spielverlauf für die Towers ab. Soltau traf, Helmig und Holzschuh auch und schnell hatten die Towers die Nase vorne und zogen mit 28:20 davon. Kampflos wollte der USC das Viertel nicht verloren geben, bäumte sich mit aller Macht dagegen auf, aber es half nichts. Mit 31:28 ging es in die Pause.

Julian Krieger musste in der Pause wohl die richtigen Worte gefunden und geahnt haben, das heute mehr drin sein würde. Seine Erfahrung als Spielertrainer sagte ihm aber auch, das seine jungen Schützlinge nun nicht mit der Brechstange ans Werk gehen durften. Die knappe Führung war schnell verspielt, der USC glich aus und setzte sich leicht ab. Das temporeiche Spiel wurde nun von beiden Seiten forciert, aber keine Mannschaft konnten sich entscheidend absetzen. Mit 18:17 ging das Viertel an die Towers.

Im letzten Viertel (49:45) gewannen die Towers nach und nach mehr Spielanteile. Geschickt machten die Towers die Räume zu, wechselten von Zonen- auf Manndeckung, hatten die nötige Energie und erkämpften in wenigen Spielminuten einen Vorsprung von 18 Punkten. Eine überragende Mannschaftsleistung, aber auch die individuelle Leistung von Helmig, Holzschuh, Vidovic und Soltau, die ein überragendes Spiel abgeliefert hat, gaben Ausschlag für den Sieg. Die Freiburgerin Luisa Nufer mit 19 Punkte und 18 Rebounds, ein Lichtblick der Gäste, allein heute hat es nicht gereicht, um die Überlegenheit der Towers zu brechen.

Die Viertel im Überblick: 14:16; 17:12; 18:17; 26:18.
Für Pfalz-Towers spielten: Bianca Helmig (20 Punkte) , Nathalie Helmig, Annika Holzschuh (20), Cosima Ermert, Meike Bauer, Maria Vidovic (10), Sonja Heinemeyer, Emma Bauer, Malin Beuck (5) und Annika Soltau (19 Punkte und 18 Rebounds)