08.08.2019

Niedersächsin zu Gast im Feriencamp


Schifferstadt. Im Feriencamp der TSV Towers Speyer-Schifferstadt geht es nicht nur um Basketballtraining. Es geht auch um die Lehre fürs Leben, um Respekt und Rücksichtnahme. So sieht das Mike Gould, Headcoach des dreitägigen Workouts, das zurzeit in Kooperation mit dem Basketball-Förderkreis in der Neuen Kreissporthalle Schifferstadt ausgerichtet wird.
Frühjahr, Sommer und Herbst. Das sind die Jahreszeiten, in denen das Basketball-Camp in den Ferien obligat geworden ist. Und: Es wird nach wie vor bestens angenommen, nicht nur von geübten Teilnehmern.
„Diesmal sind andere Gesichter dabei“, sagt Gould beim Besuch der RHEINPFALZ und lässt den Blick durch die Halle schweifen. 19 Kinder zwischen sieben und 13 Jahren tummeln sich dort in drei Gruppen. Toll für Gould: „Der Mädchenanteil ist diesmal hoch.“
 
FamilienurlaubDer Einzugsbereich reicht diesmal sogar bis nach Niedersachsen. Pfälzer Wurzeln gibt es natürlich. Die Mutter einer kleinen Basketballerin hat von dem Camp gehört, war überzeugt von der Qualität und hat die Tochter angemeldet. Die ganze Familie verknüpft den Aufenthalt jetzt mit Urlaub in der Region.
 
Bei aller Disziplin, die den Kindern als einer von vielen notwendigen Werten vermittelt werden soll, gilt für Gould nach wie vor eines: „Sie sollen mit Spaß in die Halle gehen.“ Druck werde in keinem Fall aufgebaut.
 
Schüler jetzt TrainerDas gilt für den Headcoach ebenso wie für die drei Assistenten. „Das Schöne ist, zu sehen, wie die Kinder erwachsen werden“, meint Gould in dem Zusammenhang und deutet auf Milan Ilic. Der 19-Jährige ist durch seine Schule gegangen, nachdem er von Serbien nach Deutschland gekommen ist.
 
Jetzt ist er selbst Trainer.
Seit elf Jahren spielt Ilic bereits Basketball, hat mit acht Jahren in seiner Heimat damit begonnen, erzählt er selbst. „Mir macht es Spaß, mein Wissen an die jüngere Generation weiterzugeben“, begründet er seinen Einsatz in der Kreissporthalle. Profitieren sollen auch Jüngere davon, was er persönlich bei Gould gelernt hat.
 
Müdigkeit wächstWie sich die Kinder verändern während des Camps? Die Frage bringt Ilic zum Lächeln: „Sie werden auf jeden Fall müder.“ Aber: Ein Fortschritt sei im Nachhinein bei denen zu sehen, die öfter an Feriencamps teilnehmen.
Eine Weiterentwicklung stellt auch Jessica Goldbach (24) fest.
 
Ihre Liebe zum Basketball hat sogar dazu geführt, dass sie von Rheinzabern nach Speyer umgezogen ist. Die Basketballerin mag es, beim Camp näher an den Kindern dran zu sein als im Regeltraining.
 
Neue Blickwinkel „Außerdem können wir Coaches auch neue Blickwinkel kennenlernen, indem wir andere Altersklassen anleiten als üblich“, erklärt Goldbach. Ehrgeizig sei der Nachwuchs, hat sie festgestellt, vor allem, wenn es darum geht, die Coaches im Spiel abzuziehen. Dann gilt, was allen am Wichtigsten ist: der Spaßfaktor.
 
Quelle
 
Ausgabe Die Rheinpfalz Speyerer Rundschau - Nr. 182
Datum Donnerstag, den 8. August 2019


 


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