21.12.2018

„Ich will meinen Verein unterstützen


Fragen am Freitag: Angelika Wöhlert (53) steht an der Spitze des TSV Speyer
Angelika Wöhlert (53) ist die neue Frau an der Spitze des TSV Speyer. Nur zwei Wochen vor den Neuwahlen hat sie sich dazu entschlossen, als Nachfolgerin des bisherigen Amtsinhabers Wolfgang Behm zu kandidieren. Wöhlert wurde einstimmig gewählt. Wie es jetzt weitergeht, erzählte sie Susanne Kühner.
Vorsitzende des TSV Speyer: Weshalb sollte es dieses Amt sein?Niemand war da, der die Verantwortung für den größten Verein von Speyer übernehmen wollte. Ich aber wollte meinen Verein unterstützen und habe mich zur Wahl gestellt. Das einstimmige Votum und das Vertrauen der Mitglieder in mich hat mich in meiner Entscheidung bestätigt.
Wann hat Ihre Beziehung zum TSV begonnen?Als echtes Speyerer Mädchen war ich schon ab dem fünften Lebensjahr im Kinderturnen. Tischtennis, Volleyball und Badminton habe ich auch ausprobiert. Durch unsere Töchter kam ich zurück zum Kinderturnen und habe bald darauf selbst den Übungsleiter dafür gemacht. Viele Jahre leitete ich die Kinderturnstunden in der Burgfeldschule und war stellvertretende Leiterin der Turnabteilung von Renate Behm. Meine aktive Zeit im Verein ruhte die letzten zehn Jahre durch meine Arbeit in der Kommunalpolitik.
 
 
Was zeichnet den TSV aus?Den TSV Speyer zeichnet als größter Verein unserer Stadt und zweitgrößter Verein der Pfalz nach dem FCK sein vielfältiges Sportangebot aus. In zehn Abteilungen finden alle sportbegeisterten Menschen, ob jung oder alt, ihr Angebot.
 
 
Welche Aufgaben fallen der Vorsitzenden zu?Meine Aufgabe ist außer den Repräsentationspflichten die organisatorische Arbeit des Gesamtvereins. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer, der hauptamtlich beschäftigt ist, und meinen Stellvertretern im Vorstand, organisieren wir Termine und Veranstaltungen, Mitgliederpflege, Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr.
 
 
Inwieweit ist der Job ehrenamtlich überhaupt noch zu leisten?Die Arbeit der Vorsitzenden ist nur dann ehrenamtlich machbar, wenn man ein tolles Team im Rücken hat. Und das habe ich. Geschäftsführer, Stellvertreter und wunderbare Abteilungsleiter arbeiten Hand in Hand und ziehen am gleichen Strang.
 
Welche Ziele haben Sie sich denn gesteckt?Meine Ziele sind, das Gute, Altbewährte, Traditionelle fortzuführen, aber offen zu sein für Neues, für einen jungen und zeitgemäßen Verein. Ideen dazu gibt es viele, und gemeinsam werden wir daran arbeiten.
 
Inwieweit ist eine Veränderung im TSV-Angebot vorgesehen?An eine Ausweitung oder Änderung haben wir noch nicht gedacht. Denn wir decken, wie ich meine, eine große Palette ab. Sollten sich in der Zukunft neue Sportarten etablieren, sind wir offen dafür, brauchen aber ausgebildete Übungsleiter, um diese anbieten zu können.
 
 
Sie haben mit Karl Bentz einen ambitionierten Verfechter des Sportabzeichens in Ihren Reihen. Wie sieht es bei Ihnen dahingehend aus?In meinem 40. Lebensjahr war ich sportlich sehr, sehr fit, habe das Sportabzeichen gemacht und war sogar als Prüfer in der Turnhalle, im Schwimmbad und dem Sportplatz. Heute habe ich tausend ehrenamtliche Ausreden, warum ich nicht zum Sport komme.
 
Konkret: Wie sportlich sind Sie?Gemeinsam mit Freunden haben mein Mann und ich wieder mit Tanzen angefangen. Ein privater Tanztrainer versucht, die früher gelernten Schritte und Figuren in den Tiefen unseres Gehirns zu finden. Wenn Zeit bleibt, gehe ich in den Schützenverein zum Schießtraining.xsm


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